…für Zufriedenheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit im Unternehmen hat die Unternehmenskultur. Die Traditionen und Werte einer Organisation beeinflussen maßgeblich nicht nur das Betriebsklima, sondern auch Verhalten, Wohlbefinden und Motivation der Beschäftigten.

Im betrieblichen Alltag wird tagtäglich vieles „kultiviert“

  • Wie gehen alle miteinander um?
  • Gibt es das informelle Gespräch auf dem Flur oder in der Teeküche?
  • Wie werden alle mit Informationen versorgt und zwar nicht nur top down sondern auch umgekehrt?
  • Wie ist die Kommunikation nicht nur im Team sondern auch abteilungsübergreifend?
  • Wie werden Konflikten bewältigt?
  • Wie offen sind die Mitarbeiter für die Einführung von Neuerungen?
  • Wie geht die Geschäftsleitung mit Vorschlägen von MitarbeiterInnen um?

Wenn Sie sich all diese Fragen beantworten, werden Sie merken, wie unverwechselbar das Klima in Ihrem Unternehmen ist.

Eine gesunde Unternehmenskultur lebt vom Miteinander und der Beteiligung aller. Gemeinsame Visionen, Ziele, Überzeugungen, Werte und Regeln schaffen ein Wir-Gefühl und die MitarbeiterInnen können sich mit ihrem Unternehmen identifizieren.Für die Beschäftigten wird die Arbeit berechenbar- und vorhersehbar und die Handlungsplanung, Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung wird leichter.

Die Einbeziehung der MitarbeiterInnen in Entscheidungen hat große Vorteile.

Dadurch erhöht sich für das Unternehmen die Flexibilität, z.B. die rasche Anpassung an gewandelte Marktverhältnisse und die Innovationsbereitschaft. Wenn die Mitarbeiter wissen, was auf sie zukommt, können sie sich darauf einstellen – die Arbeitszufriedenheit und die Gesundheit der Beschäftigten wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Hinzu kommt, dass die Verfolgung gemeinsamer Ziele und Werte auch einen Mehrwert an Kunden- und Mitarbeiterorientierung sichert. Gemeinsame Überzeugungen und Werte schaffen Vertrauen und Zusammenhalt.

Moderne Unternehmensphilosophien setzen ganz bewusst auf diese Karte, anstatt dabei zuzusehen, wie Misstrauen und Konkurrenz im Unternehmen das Klima vergiften und betriebliche Erfolge untergraben.

Sie plädieren für eine partnerschaftliche Unternehmenskultur. Und der Erfolg gibt ihnen recht: Denn in Misstrauenskulturen herrschen Angst und Verunsicherung, kommt es gehäuft zu unproduktiven Konflikten, muss sich alles um Kontrolle, Konsensbildung und permanente Abstimmung drehen, anstatt dem eigentlichen Geschäft nachgehen zu können.

Partnerschaftliche Unternehmenskultur besteht nicht nur in der Verfolgung gemeinsamer Ziele und Werte und in der Partizipation der Beschäftigten an Unternehmensentscheidungen, sondern auch im Grad der Kooperation. Ein hohes Maß an vertrauensvoller Kooperation verhilft zu insgesamt besseren Arbeitsergebnissen. MitarbeiterInnen fühlen sich unter diesen Bedingungen nicht nur wohler, sie sind dem Unternehmen gegenüber auch loyaler. Innere Kündigung findet hier keinen Nährboden.

Modernes betriebliches Gesundheitsmanagement baut auf eine gesunde Unternehmenskultur, die ihre Beschäftigten fair, anerkennend und wertschätzend unterstützt.

Wenn in diesem Zusammenhang von „Anerkennungs-, Wertschätzungs- und/oder Fehlerkultur“ die Rede ist, geht es nicht nur um die reine Belobigung und Hervorhebung herausragender Leistungen, sondern auch um die Entwicklung und Nutzung der Potenziale der MitarbeiterInnen.

Nur in einem Klima fernab der engen Kontrolle und der alleinigen Orientierung auf formale Richtigkeit können die Fähigkeiten der Beschäftigten voll ausgeschöpft werden. Freiräume zu schaffen heißt, den Grundstein für Lern- und Innovationsfähigkeit zu legen.

Die Gesundheit der MitarbeiterInnen ist ein Ausdruck von positiver Unternehmenskultur.

Bildquelle: Cristine-Lietz pixelio.de

Kommentare sind geschlossen